Arthur und Olga W.

 

Olga

In meiner Familie war Gott oder der Glaube nie ein Thema, obwohl wir alle  als  „Christen“ eingetragen sind. Deshalb habe ich mich auch nie damit beschäftigt, bis ich meinen Mann und seine Familie kennengelernt habe. Durch sie erfuhr ich erst von dem anderen Leben als Christ.

Auch wenn ich am liebsten nicht damit konfrontiert werden wollte, hat die Frage nach einem wahren Glauben zu Gott, mich von da an immer wieder beschäftigt. Ich suchte nach logischen Erklärungen für die Zeugnisse von Freunden und Arthurs Familie, die man z.B. den Zufällen zuschreiben könnte. Bis ich eines Tages in einem Gespräch gehört habe, dass Gott alleine die Erkenntnis geben kann, und auch nur wenn man es selbst auch möchte.

Von da an musste ich gestehen, dass die Menschen, die diese feste Überzeugung von ihrem Glauben haben, beneidenswert waren. Das führte zu einem kurzen Gebet während der Fahrt, das mein Leben veränderte…

Als der erste Verdacht auf Krebs geäußert wurde, habe ich versucht, dem gutgemeinten Rat meines Arztes zu folgen und nicht in „Depressionen zu verfallen“. Das gelang mir meiner Meinung nach auch ganz gut, bis mich mein Mann eines Tages wachgerüttelt hat, in dem er mir sagte, dass er sich Sorgen um mich machte, weil er seine offene und fröhliche Frau nicht mehr wiedererkennt…

“Es ist nichts Heiles an meinen Gebeinen wegen meiner Sünde… Ich bin tief gebeugt und niedergedrückt; Ich gehe trauernd einher den ganzen Tag…Ich bin ganz kraftlos und zermalmt; Ich schreie vor Unruhe meines Herzens. O Herr, all mein Verlangen ist von dir offenbar, Und mein Seufzen ist dir nicht verborgen... (Psalm 38;4,7,9,10) Das waren die Worte, die ich kurz darauf durch zufälliges Aufklappen einer Bibel gelesen habe, und die mein Gemütszustand auf den Punkt getroffen hat…

Ich hatte keine Ahnung, wie ein Bekehrungsgebet sein sollte, aber ich las und sprach einfach durch die Bibel weiter zu Gott. „Denn auf dich, Herr, harre ich; Du wirst antworten, o Herr, mein Gott! ... Denn ich bekenne meine Schuld und bin bekümmert wegen meiner Sünde.“(Psalm 38;16,19)…

Die Bekehrung erlebte ich als eine längere Prozedur, die mit klaren Überzeugungen und größten Zweifeln begleitet war.

Aber nachdem ich die erste Begegnung mit Gott durch die Bibel hatte, wollte ich mich nicht mehr von den Zweifeln davon abbringen lassen. Und als ich später erfuhr, dass bald eine Taufe in der Gemeinde stattfinden wird, war für mich klar, ich möchte den nächsten Schritt tun.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arthur

In jungen Jahren habe ich die frei evangelische Gemeinde in Halver besucht.

Aus der Kinderstunde, Jungschar bis hin zur Jugend erfuhr ich einiges von Gott und habe mich trotzdem mit der Zeit langsam von Gott und der Gemeinde abgewandt.

Andere Sachen waren mir wichtiger wie z.B. die Zeit für Freunde, Hobbys und vieles andere zu nutzen.

Die Welt zu erkunden und sorglos durch das Leben zu wandeln schien mir so viel einfacher, als das Leben mit Gott und als Christ.

Im Übrigen hatte ich viele Pläne für meine Zukunft und wollte bestens vorbereitet sein und meine Familie und mich glücklich machen.

Die Arbeit war sehr gut, die Familie glücklich, ein Ingenieurstudium nebenberuflich sollte unsere Zukunft finanziell abrunden, gute Freunde und Arbeitskollegen, Urlaub machen, feiern, das volle Programm halt, waren an der Tagesordnung.

Es blieb einfach keine Zeit für Gott und die Gemeinde.Es schien als hätte ich alles ziemlich gut unter Kontrolle gehabt und Gott war eigentlich weder unwichtig, noch von großer Not für mich.

Ich muss jedoch zugeben dass es auch mal Momente gab, wo ich doch an Gott gedacht habe, oder gar ein leises und kurzes Gebet sprach.

Er war mir nie fremd, da ich auch schon einige Erfahrungen mit ihm gemacht hatte.

Eine andere Frage beschäftigte mich auch desweiteren:

Falls ich mich irgendwann doch bekehren würde, wie würde meine Frau darauf reagieren und würde sie es akzeptieren?

Und könnte meine Frau dann auch anschließend zum Glauben kommen obwohl ihr der Glaube zu Gott fremd ist?

Wie würde unser Eheleben danach verlaufen?

Es war wohl einfacher und angenehmer unser Leben weiterhin ohne Gott zu führen. Gott kommt vielleicht später.

Alles änderte sich schlagartig als wir die Nachricht bekamen, dass meine Frau schwer erkrankt ist und mir klar wurde das Sie im Ernstfall sterben kann. Nach einer Biopsie war die Diagnose endgültig: Knochenkrebs!

Das erste Mal seit sehr langer Zeit fiel ich zu Boden und war gebrochen. Alles schien plötzlich sinnlos und unwichtig. Alles wofür ich kämpfte um glücklich zu sein war nichts mehr wert. Denn wofür brauchte ich alles, wenn meine Frau nicht mehr da  ist.

Nichts und niemand zuvor, konnten meine Ziele oder Vorstellungen beeinflussen. Doch nun hatte uns etwas stark getroffen und ich dachte nur noch an übermenschliche Hilfe und Kraft.

Aus vollster Verzweiflung betete ich und versuchte bei Gott eine Antwort und Trost zu finden.

Durch die Hilfe von Familie, Freunden und Arbeitskollegen, wurden wir immer mehr auf das Wort Gottes aufmerksam und insbesondere meine Frau hatte sich mehr und mehr mit der Bibel und Gott beschäftigt.

Irgendwann sagte Sie zu mir folgenden Satz:

„ Ohne meine Krankheit hätte ich Gott nicht gebraucht und ich hätte mich niemals bekehrt. Gott wusste, wie er mich auf Ihn aufmerksam machen konnte. Und ich hatte Ihn damals um ein Beweis gebeten.“

Ich fing an zu verstehen und fand immer mehr Antworten in der Bibel. Eigentlich konkret die Antworten die ich brauchte. Und trotzdem war ich noch immer nicht überzeugt.

Es fehlte noch Irgendetwas!!!

Während eines Besuches von einem Ältesten aus der Gemeinde, wurde mir mehr klar und wir beteten anschließend gemeinsam. Ich bat Gott, dass er uns entgegenkommt und mir ein Zeichen gibt das er uns helfen will. Nur kurze Zeit darauf bekam ich einen Gehörsturz.

Sowas hatte ich bisher nie gehabt, denn ich war immer gesund und sehr selten krank.

Im Krankenhaus sagte man mir, dass dies verursacht wird von starkem Stress oder aber auch z.B. einem Schicksalsschlag.

Alleine kam ich weit, doch nun brauchte ich Ihn. Mein Körper war an seine Grenzen gestoßen, dass wusste ich nun durch die Reaktion meines Körpers. Jesus wollte, dass ich mit meiner Last zu Ihm komme und Er mir hilft. Ab jenem Moment verstand ich immer mehr und habe Gott um Vergebung gebeten und zu Ihm gefunden.

 

 

Für uns ist klar:

Der Befund hat uns zwar sehr mitgenommen, aber Schritt für Schritt brachte uns dies auch näher zu Gott. Im Nachhinein freuen wir uns über die Erkenntnis und das Vertrauen zu Ihm, Er hilft uns durch die schwere Zeit und wir wundern uns ständig über die Geschehnisse seither.

Übrigens trage ich keinen weiteren Schaden durch den Gehörsturz.

Und für meine Frau gibt es jetzt noch gute Hoffnung durch die Therapie.

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Das Weinen über eine irdische Krankheit ist doch nichts im Vergleich zu dem, was wir nun gewonnen haben und unsere eigene „Diagnose“…

Wir haben zu Jesus gefunden!

Ein Leben voller Hoffnung, Liebe und Glaube zu Jesus Christus und ein ewiges Leben danach.