Andreas H.

Der Weg zum Glauben, zum Glauben an Jesus Christus und an die Erlösung kann manchmal eine Autobahn sein,
manchmal aber auch lang und steinig.
58 Jahre und sehr viele Stolpersteine hat es gebraucht um mich erkennen zu lassen was wirklich wichtig im Leben ist.
Ich bin nicht in einer Familie gläubiger Christen aufgewachsen. Wir waren dem Amtsregisterauszug nach evangelisch.
Getauft und konfirmiert wie alle Kinder meiner Generation sahen wir zu Ostern und zu Weihnachten den Gottesdienst ohne wirklich Anteil zu nehmen.Mein Vater hatte den Glauben an Gott unter dem Eindruck des Krieges in der Normandie als 18 Jähriges Kind verloren.Die Schrecken haben ihn bis ans Lebensende verfolgt. Erst auf seinem Totenbett hat er wieder zu Gott gebetet.

 

Für mich lief alles gut. Freunde, 1976 Abi, Bundeswehr, Ausbildung,1988 geheiratet, das Leben" fluppte".
Wenn da nicht die Stolpersteine gewesen wären. Freude über die Geburt unserer Kinder Nico 1989 und Carolin 1992.
Aber jedesmal die Angst ob alles gut geht,
Ja, da habe ich gebetet.
1994 haben wir gebaut. Es war nicht einfach, denn wir haben den gesamten Innenausbau selbst gemacht.
Der Schock kam 1997.Meine Frau hatte sich psychisch sehr stark verändert. diagnostiziert wurde ein Adenom auf der
Hirnanhangdrüse. Ihr Körper produzierte keine Hormone mehr und sie drohte zu erblinden.

Ja, da habe ich Jesus um Hilfe angefleht.Wir hatten zwei kleine Kinder, das Haus; ich hatte keine Ahnung was werden sollte, nur Angst.

Die aber ging vorüber als die OP geglückt war und ich mich in die Arbeit stürzte um alles aufzufangen.
2001 war die Welt wieder in "Ordnung",
Meine Frau zwar noch nicht richtig gesund, aber beruflich hatte ich es geschafft.Die Arbeitsstelle gewechselt.
Gutes Gehalt, Mercedes Dienstwagen, Routineuntersuchung beim Arzt, Diagnose Krebs.
Am nächsten Morgen stand ich vor dem Kreiskrankenhaus und habe gleichzeitig gebetet und gewütet.
Weil ich Angst hatte. Um mich, meine Familie, meine Kinder nicht groß werden zu sehen.Weil ich mich von Gott verlassen fühlte. OP, Chemo, Bestrahlung, neue Arbeitsstelle verloren, ich war noch in der Probezeit.
Die nächsten 5 Jahre war das Leben eine Achterbahn: die enden nach Höhen und Tiefen immer unten.
Unsere Familie zerbrach, wir verloren das Haus.
Ich habe mich nur verlassen, verraten und einsam gefühlt.
Das war ich aber nicht.
Trotz aller Widrigkeiten habe ich tolle Kinder die Ihren Weg gefunden haben.
Mein alter Arbeitgeber, den ich für die neue Stelle verließ, stellte mich wie durch ein Wunder wieder ein als er von meiner Not erfuhr.
Der Krebs kam nicht wieder.

 

Nico lernte Olga kennen und wurde zu einem neuen Menschen.
Damit kam ich auch wieder mit Jesus in Berührung. Nach Nicos Taufe besuchte ich mit ihm am Sonntag den Gottesdienst und empfand eine Ruhe und Geborgenheit wie lange nicht mehr.
Ich begann den Gottesdienst regelmäßig zu besuchen ; die innerliche Ruhe die er mir brachte zu schätzen.
Gleichzeitig begann begann ich mich mit meinem Leben auseinanderzusetzen .Konnte man es als Prüfung betrachten? Für was?
Mir wurde klar das Jesus immer bei mir gewesen ist, auch wenn ich nicht bei Ihm war. Er hat mich beschützt und  gerufen, auch wenn ich diesen Ruf nicht hören, ihm nicht folgen wollte.
In Gesprächen mit Nico hat sich diese Erkenntnis vertieft. Ohne Jesus war ich verloren.
Jesus wartet auch auf mich, ich mußte nur ja zu Ihm sagen, mein Leben mit Ihm führen. Er wollte verzeihen, mich als sein Kind annehmen.
Der "Klick" kam mit einem Kinderlied im Gottesdienst.Heiß oder kalt ! Ich wollte nicht mehr lau sein.
Mir war es in diesem Moment unbewußt und doch gleichzeitig völlig klar, es war die Entscheidung für ein neues Leben mit Gott. Jesus ist auch für mich únd meine Sünden am Kreuz gestorben, er hat mir verziehen und mich angenommen.
Die Erleichterung ist mir wie ein Berg vom Herzen gefallen, ich mußte weinen als ich mir seiner unendlichen Gnade und Liebe bewußt wurde.

 

Es hat 58 Jahre gedauert, aber ich bin nun bei meinem Herrn, bei Jesus angekommen.
Ich bitte euch um Hilfe und eure Gebete für mein neues Leben.
 
Danke
 
Andreas